Was ist "Bunt statt braun"?

Im letzten Jahr stieg die Zahl der gemeldeten rechtsextremistischen, fremdenfeind-
lichen und antisemitischen Straftaten auf die Rekordhöhe von fast 16.000 !!!

Stellt Euch vor: jede halbe Stunde spielt einer verrückt:

Wandschmierereien, Verteilen von Hetzschriften steigern sich über Beschimpfungen
bis zur körperlichen Attacke und enden in Folter und Totschlag!

Und das alles im Namen von "uns Deutschen"?

Das kann doch nicht wahr sein! Da geht eine Minderheit hin und vergreift sich an
Andersaussehenden, Andersdenkenden und Anderslebenden!


DAS DARF NICHT SEIN!! - Wir meinen: JETZT REICHT´S!!!


November 2000:
aus WUT wurde MUT !!!

Die Arbeiterwohlfahrt Alsdorf-Burg 1927 erinnerte sich: bereits vor rund 65 Jahren hatte
man am eigenen Leib verspürt, was es heisst, verfolgt und im wahrsten Sinne des
Wortes "zerschlagen" zu werden.

Während der NAZI-Diktatur war die Organisation, die sich der Betreuung sozialer
Randgruppen widmete, vom Hitler-Regime zunächst verfolgt, dann enteignet und
verboten worden. Gründer und Mitglieder wurden festgenommen, in KZ`s gebracht
oder gezwungen, Deutschland zu verlassen.

All das soll jetzt wiederkehren? - NEIN !!!

Aus diesem Grund wurden alle Alsdorfer Bürger und deren Vertreter aus Organisa-
tionen, Parteien und Vereinen zu einem Gespräch eingeladen. Alle waren sich einig,
dass es "Adolf`s Zeiten" nie wieder geben darf! Um diesem antidemokratischen
Gedankengut möglichst wirkungsvoll begegnen zu können, schloss man sich zum

Bündnis "BUNT-statt-braun" Alsdorf
zusammen. In diesem Bündnis spielen eigene politische Zugehörigkeit, kirchliche
Bindungen oder gar nationale Herkunft keine Rolle - alle sind sich in der Zielsetzung
einig. Unsere Stadt, unsere Region, ja unser Land kann und wird beweisen:

MITEINANDER FRIEDLICH LEBEN IST KEINE UTOPIE !!!

Sondern Ergebnis eines menschenachtenden Umgangs mit den jeweiligen Nachbarn,
Kollegen, MITmenschen! Dazu kann jeder von uns beitragen, egal ob schwarz, weiss,
Christ, Jude, Moslem oder wie auch immer!

FRIEDLICHES MITEINANDER ist möglich, wenn jeder von uns sich mit dem "Anderen"
beschäftigt.
Das fängt im Kindergarten an, auch wenn hier noch die geringsten Berührungsängste
bestehen.
Doch bereits in den Schulen geht es vermehrt los: "Andere" fallen durch ihr äusseres
Erscheinungsbild auf. Andere Kleidung, andere Nahrung, Religion, Sitten und Ge-
bräuche.
Wenn jeder jeden in seiner Art respektiert, dann ist ein grosser Schritt in Richtung
MITEINANDER bereits getan. Dazu gehört auch, den anderen auf "Fehler" aufmerksam
zu machen. Für viele ist Deutschland für lange Zeit immer noch "Ausland". Sorgt mit
dafür, dass die Heranwachsenden fremder Herkunft sich bei uns wohlfühlen und nicht
in Angst leben müssen. Denn Angst zieht Unsicherheit nach sich, die manchmal in
Aggressivität enden kann.

Versucht am Arbeitsplatz mit den ausländischen Kolleginnen und Kollegen so umzu-
gehen, dass das alltägliche "Morjen" - oder "Tschüss-zusammen" nicht nur liebgewor-
dene Floskeln sind, sondern tatsächlich freundlich rüberkommen.

Sucht den Kontakt mit den ausländischen Nachbarn! Fragt ruhig mal, ob Ihr bei An-
liegen aller Art dem Anderen helfen könnt. Und wenn Ihr mal den Anderen um Mithilfe
bittet, dann werdet Ihr euch wundern, wie selbstverständlich dies für ihn ist.
Solltet Ihr einmal vom "Ausländer-Nachbarn" zu einem Fest eingeladen werden, dann
habt keine Berührungsängste, denn die Einladung kommt garantiert "von Herzen"!
Denkt mal nach, wieviele Eurer Bekannt- oder gar Freundschaften bei einem gemüt-
lichen Beisammensein wie Grill- oder Vereinsfest begonnen haben. Apropos Vereine -
gerade diese haben in der Vergangenheit bewiesen, dass ein MITEINANDER möglich
ist: da spielt der "Jupp" den Ball zum "Ali", der "macht die Kiste" und man gewinnt
MITEINANDER!! Das ist der beste Beweis, dass ein MITEINANDER möglich ist - also
warum nicht auch in anderen Bereichen?

MEHR ÜBER UNSER BÜNDNIS

kann jeder Interessent erfahren. Wir laden alle an einem FRIEDLICHEN MITEINANDER
interessierten BürgerInnen recht herzlich ein! Wir treffen uns an jedem



1.Donnerstag im Monat um 18 Uhr in


der AWO-Begegnungsstätte Alsdorfer Burg

Hier planen wir alle Aktionen für das angestrebte MITEINANDER durch
Schaffung und Erhaltung eines menschenachtenden Umgangs
von Alsdorfern aller Nationen,
Förderung bestehender Zusammenschlüsse aller Nationen, Ausbau
bestehender Aktivitäten und Herstellung neuer Verbindungen,
friedliches Entgegenstellen zu allen veruchen Dritter, dieses Zusammen-
leben zu stören oder gar zu verhindern, unter Berücksichtung bestehender
Gesetze.

Weitere Kontaktaufnahmen sind möglich über

die Rats-Fraktionen von SPD, CDU, FWA und Bündnis 90/Die Grünen oder
den Ausländerbeirat oder das Jugendamt der Stadt Alsdorf sowie über
alle dem Bündnis zugehörigen Organisationen, Vereine und Privatpersonen

Wer etwas für ein besseres MITEINANDER tut, der kann mal verlieren! - Wer aber für
ein besseres MITEINANDER nichts tut, der hat bereits verloren! Darum: MACHT MIT!!!!